Das Programm für Mai und Juni steht im Zeichen der Kontinuität. Der zweite Teil des Zyklus Queer Cinema, der letztes Jahr begann, wird in diesem Frühjahr mit einer zeitgenössischen Auswahl fortgesetzt, die vom New Queer Cinema bis heute der Vielfalt und dem Schweizer Film einen besonderen Stellenwert einräumt. Passend zu diesem Programm findet eine Retrospektive statt, die der schweizerisch-kanadischen Filmemacherin Léa Pool gewidmet ist, deren Filmografie mit ihren komplexen Blickwinkeln aus der Sicht der Frauen die queeren Themen mit einschliesst. Nach Mode et cinéma führt die Cinémathèque suisse ihre bereichernde Zusammenarbeit mit dem mudac fort und bietet eine Reihe an, die den Meister des japanischen Animationskinos Isao Takahata würdigt: den Geist des Ghibli, parallel zu einer Ausstellung in der Plateforme 10 in Lausanne. Zudem werden zwei grosse Persönlichkeiten des zeitgenössischen Kinos geehrt, die kürzlich verstorben sind: der ungarische Filmemacher Béla Tarr und der amerikanische Dokumentarfilmer Frederick Wiseman.